Aladasturi

Aladasturi war einst in Zentralgeorgien weit verbreitet, insbesondere in Guria und Zentral-Imereti. Durch Reblausbefall und Pilzkrankheiten wurden jedoch viele Anbauflächen zerstört. Ursprünglich wuchsen die Reben an Bäumen empor, heute werden sie in einem freistehenden Doppelkordon-System kultiviert, das speziell in Georgien entwickelt wurde. Aladasturi bevorzugt lockere, gut belüftete Böden mit hohem Kalkgehalt, die häufig an den unteren Hängen zu finden sind. Die Blätter der Rebe sind groß, die Trauben mittelgroß, zylindrisch, oft mit „Flügeln“ und mäßig dicht.
Die Beeren sind mittelgroß, tiefblau, oval bis länglich, aber am Boden abgerundet. Sie haben eine dicke Schale und ein festes Fruchtfleisch. Aladasturi ist anfällig für Echten Mehltau, weist jedoch eine gewisse Resistenz gegen Falschen Mehltau auf. Die Rebe treibt Mitte April aus und reift im letzten Drittel des Oktobers. Mit Erträgen von 8–9,5 Tonnen pro Hektar ist sie sehr produktiv.
Aladasturi-Weine können sowohl nach traditioneller georgischer Methode als auch im europäischen Stil vinifiziert werden. Trotz der dicken Beerenhaut sind die Weine oft blass rubinrot, leicht im Körper, mit zarten, feinen Tanninen. In Qvevris ausgebaut, haben sie einen moderaten Alkoholgehalt von 10–11,5 %. Aromen von Schwarzkirsche und Pfeffer dominieren sowohl in der Nase als auch am Gaumen und werden von leichten Noten von Rauch und Tabak ergänzt. Die Weine eignen sich hervorragend für den jungen Genuss, können aber bei guter Qualität auch in der Flasche reifen und sich weiterentwickeln.
Im Jahr 2004 gab es 44 Hektar Aladasturi-Anbaufläche.